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Sozialer Jetlag

Das Leben gegen die innere Uhr.

Die innere Uhr der Menschen ist für uns weder sichtbar noch greifbar. Dennoch werden wir in unserem Leben kontinuierlich von unserem inneren Uhrwerk begleitet.

Da die innere Uhr genetisch bestimmt ist, schlägt sie nicht bei jedem Menschen gleich. Wir tätigen bestimmte Dinge immer in einem verlässlichen Rhythmus. Morgens stehen wir zu bestimmten Zeiten auf, gehen zu Arbeit, nehmen Mahlzeiten zu uns und gehen zu leicht variierenden Zeiten am Abend wieder schlafen.

Allerdings gibt es auch hierbei Unterschiede: Den nachtaktiven Menschen und den Frühaufsteher, sogenannte Eulen - und Lerchentypen. Die „Lerchen“ sind am frühen Morgen topfit, gehen aber frühzeitig am Abend zu Bett. Die Eulen hingegen blühen am Abend erst richtig auf und sind dafür am Morgen kaum ansprechbar.

Am stärksten wird unser innerer biologischer Rhythmus durch den Wechsel zwischen hell und dunkel beeinflusst. Viele unserer Körperfunktionen werden durch die innere Uhr geregelt. So steigt unsere Körpertemperatur am Morgen an und fällt gegen Abend wieder ab. Demzufolge erreicht auch die Aktivität unseres Immunsystems sowie der Blutdruck seine Hoch - und Tiefpunkte im Verlauf des Tages.

Selbst in der Nacht regelt unsere innere Uhr die verschiedenen Schlafphasen, in denen wir uns befinden.
Dabei steht der natürliche Schlag unserer inneren Uhr oft im Gegensatz zur „sozialen“, von der Gesellschaft gemachten, Zeit. Somit hat die innere Uhr einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden.

n der heutigen Zeit leben wir selten im Gleichgewicht mit unserer biologischen Uhr, was im Umkehrschluss bedeutet, dass viele Menschen unter einem sogenannten „sozialen Jetlag“ leiden.

Wird ein Leben, zum Beispiel in einem Arbeitsschichtsystem, gegen die innere Uhr geführt, erkennt man schnell, welchen Einfluss der gegensätzliche Zeittakt auf uns nimmt. Der Tagesablauf eines Schichtarbeiters stimmt mit dem Schlaf-Wach-Rhythmus seiner biologischen Uhr nicht mehr überein. In den ersten Wochen seiner Arbeitsaufnahme können daher Schlafstörungen, Abgespanntheit sowie innere Unruhen einsetzen. Er befindet sich nicht im Takt seiner inneren Uhr, da er den wöchentlichen Schlafumstellungen ausgesetzt wird.

Wenn die innere Uhr erst einmal aus ihrem natürlichen Schlagtakt geraten ist, kann es die unterschiedlichsten gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen haben. Körper und Geist geraten aus dem gewohnten Tritt, der uns von der Natur vorgegeben wurde. Wer ausschließlich gegen den Uhrzeigersinn seiner biologischen Uhr lebt, wird erfahren, dass der Organismus mit massiven gesundheitlichen Alarmzeichen reagiert, die durchaus sogar zu chronischen Erkrankungen, wie dem sozialen Jetlag, führen können. Dazu zählen unter anderem Übergewicht, Schlafstörungen sowie Depressionen.

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